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Neue Formen der Krebstherapie

Wissen aus dem Kongress 16.-17.09.2022

Die klassische Krebstherapie hat in den letzten 15 Jahren einen rasanten Wandel erfahren. „Die Krebszellen haben sich eine eigene Nische geschaffen“ sagt Prof. Dr. Michael Hallek. Mit der deutlich verbesserten Typisierung der verschiedenen Krebszellen durch genetische Untersuchungen, Biomarker und die molekulare Diagnostik wurden die Grundlagen für die „Präzisionsonkologie“ gelegt. „Hiermit kann eine maßgeschneiderte Krebstherapie erfolgen, die dem Krebs die Nische nimmt“, so Professor Hallek auf dem Fortbildungskongress.

Die neuen Formen der Krebstherapie nutzen hierbei die Immunabwehr des eigenen Körpers um den Krebs zu besiegen. Unter den Begriffen Anti-Hormontherapie, Antikörpertherapie und Immunonkologische Therapie sind sehr erfolgreiche aber auch komplexe Therapieangebote entwickelt worden, die es dem einzelnen Mediziner oder Patienten nicht leicht machen den aktuellen Überblick zu behalten.

„Mit diesem Kongress war es unser Ziel“, so Professor Knichwitz, „allen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und MFA einen Überblick über die neuen Formen der Krebstherapien zu geben“. Über 12 Stunden konzentriert, wurden hierzu Vorträge von 12 ausgewiesenen Experten unter Moderation von Professor Knichwitz zu den Grundlagen und aktuellen Aspekten gehalten, jeweils verknüpft mit einer Botschaft für die medizinische Praxis.

Neben den Grundlagen der Diagnostik und den sich hieraus ableitenden Therapien in der Präzisionsonkologie, wurden auch die einzelnen Krebserkrankungen in ihrer aktuellen Diagnostik und Therapie vorgestellt. Die Antikörpertherapie bei Lungenkrebs und CLL, die Immuntherapie bei dem malignen Melanom, die Anti-Hormontherapien bei Brustkrebs oder Prostatakrebs. Auch die neuen Aspekte der Tumorchirurgie am Beispiel des Ösophagus Carcinoms wurden erörtert. Dabei wurde ersichtlich, dass nicht eine Therapieform mit einem Medikament zielführend ist, sondern die Kombination von verschiedenen Therapieformen nach differenzierter Diagnostik und individuellem Zuschnitt für den einzelnen Patienten zum Erfolg führt.

Die Verdopplung der Überlebenswahrscheinlichkeit auf über 50% unter den neuen Therapien ist eine „Revolution im Alltag“. Damit wird Krebs, wie z.B. Diabetes, zu einem neuen Krankheitsbild, dem der „chronischen Krebs-Erkrankung“. Auch hier wurden Aspekte der Langzeitnebenwirkungen der neuen Therapieformen auf die Lebensqualität, auch in Hinblick auf den älteren Menschen und die medizinische Begleitung diskutiert.

Krebs ist damit in vielen Fällen heilbar geworden. Dies verdeutlicht aber umso dringender, dass wir nicht nachlassen dürfen, so Professor Knichwitz, frühzeitig zu den Krebsvorsorge Untersuchungen zu gehen.

Der Konsens aller Experten war, dass die neuen Formen der Krebstherapie nur in einem Netzwerk erfolgreich sind mit integrativem Ansatz für den Patienten, der von einem interdisziplinären und interprofessionellen Team vom Krankenhaus bis in die Arztpraxis gemeinsam begleitet wird.

Sie dürfen nun das Kongress-Wissen in der Akademie abrufen. Hierzu haben wir für Sie die Vorträge mit den Diskussionen der Experten auf unserer Lernplattform als kurze einzelne Lerneinheiten aufbereitet. Die Materialien stehen Ihnen bis 31. Januar 2023 zur Verfügung.

Wissenschaftliche Leitung

Direktor der Klinik Ides Centrums für Innere Medizin und des Centrums für Integrierte Onkologie CIO Köln Bonn Aachen Düsseldorf, Universitätsklinikum Köln.

Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Jose Carreras Leukämie – Stiftung, Präsident der Walter – Siegenthaler Gesellschaft, Mitglied der Leopoldina.

Vita

 

Kursbetreuung

Kathrin Busch, MBA
0211 4302-2810

Wir befinden uns in den letzten Zügen und können Ihnen die Inhalte demnächst zur Verfügung stellen.

Termine