08.10.2026
Präsenzfortbildung
Status: Geplant
#22470

Untersuchungen von Gewaltbetroffenen und vertrauliche Spurensicherung mit iGOBSIS

Kongress

08.10.2026
Präsenzfortbildung
Status: Geplant
#22470

Untersuchungen von Gewaltbetroffenen und vertrauliche Spurensicherung mit iGOBSIS

Veranstaltungsort Bonn
Kurstermin oder Zeitraum 08.10.2026 (09:00 Uhr)
Preis in Euro 95,00 EUR
4 Punkte (Kat. C)
Anzahl freie Plätze       (Anmeldeschluss: 07.10.2026)
Porträt von Guido Trinks
Guido Trinks
0211 4302-2851

Wissenschaftliche Leitung

Platzhalter
Dr. med. Britta Gahr

Beschreibung

Sexualisierte und häusliche Gewalt sind weit verbreitet. In ihrer gesundheitlichen, gesundheitspolitischen und gesundheitsökonomischen Dimension sind die vielfältigen gewaltbedingten Gesundheitsschäden mit denen von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vergleichbar. Häufig sind es Gesundheitseinrichtungen, die von Gewaltbetroffenen wegen vielfältiger Beschwerden aufgesucht werden. Damit nehmen Ärztinnen und Ärzte eine bedeutende Schlüsselrolle bei der Betreuung von Menschen mit Gewalterfahrungen ein. Nach einem gewalttätigen Übergriff ist es von entscheidender Bedeutung, dass Betroffene niederschwellig und schnell Kontakt zu qualifizierten Ärztinnen und Ärzten aufnehmen können, um

(1.) Gewaltfolgen dokumentieren und Spuren sichern zu lassen sowie

(2.) Zugang zu medizinischer Versorgung und psychosozialer Unterstützung zu bekommen.

Auf diese Weise können ernste gesundheitliche und soziale Folgen für Betroffene abgemildert werden und nur so ist sichergestellt, dass Straftaten auch bei späterer Anzeige adäquat geahndet werden können. Angebote einer vertraulichen Spurensicherung stellen sicher, dass auch ohne sofortige Einschaltung der Ermittlungsbehörden Befunde und Spuren gerichtsfest gesichert werden, sodass bei ggf. später folgender Anzeige darauf zurückgegriffen werden kann.

Die Relevanz der vertraulichen Spurensicherung durch Ärztinnen und Ärzte wurde durch den Gesetzgeber anerkannt, indem dieses Angebot an Betroffene durch § 27 und § 132k SGB V als „Krankenbehandlung“ definiert wurde. Als solche kann sie nun mit den gesetzlichen und privaten Krankenkassen abgerechnet werden, wenn das Dokumentationstool iGOBSIS genutzt wird. Mittlerweile unterstützt iGOBSIS hunderte Ärztinnen und Ärzte in ganz NRW bei der medizinischen Versorgung von Gewaltbetroffenen jeden Alters und Geschlechts sowie nach jeglichem Gewalterleben, das körperliche Spuren hinterlässt.

 

Die Referentin ist Leiterin des Projektes iGOBSIS sowie der Ambulanz des Institutes für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Im Rahmen des Workshop werden die Teilnehmenden praxisbezogen durch Untersuchungen von Gewaltbetroffenen und die vertrauliche Spurensicherung mit iGOBSIS begleitet.

Format
Präsenzseminar

Zielgruppe
Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Gleichstellungsbeauftragte

Preis
95€ 
Exklusives Anschlussangebot:
Buchen Sie direkt nach diesem Kurs zusätzlich auch unseren Workshop "Verdacht auf Kindesmisshandlung - was tun?"
und profitieren Sie von unserem Vorteilspreis von 75€ statt 95€

https://www.akademie-nordrhein.de/kursangebot/detail/workshop-verdacht-auf-kindesmisshandlung-was-tun-22450 


Termin
08.10.2026 von 09.00-12.30 Uhr, Bonn

Kongress

08.10.2026 (09:00 Uhr)
Präsenzfortbildung
Status: Geplant
#22470

Untersuchungen von Gewaltbetroffenen und vertrauliche Spurensicherung mit iGOBSIS

Veranstaltungsort Bonn
Kurstermin oder Zeitraum 08.10.2026 (09:00 Uhr)
Preis in Euro 95,00 EUR
4 Punkte (Kat. C)
Anzahl freie Plätze       (Anmeldeschluss: 07.10.2026)

Kontaktperson

Porträt von Guido Trinks
Guido Trinks
0211 4302-2851

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